Klinik- und Gesundheitsbau · Lünen
Forensische Klinik
Eine gesicherte Fachklinik mit 150 Behandlungsplätzen – und ein Fußbodenaufbau, der an mehreren Stellen weit über dem liegt, was im Hochbau üblich ist.

Worauf es ankam
In einer Klinik dieser Art sind die Lastannahmen nicht die eines Wohngebäudes. Über einen Teil der Estrichflächen müssen im Ernstfall Feuerwehrfahrzeuge fahren können – und zwar nicht als Punktlast an einer Stelle, sondern über die gesamte Fahrspur.
Daraus folgt die Dicke. Wo im Wohnungsbau meist 50 bis 70 Millimeter genügen, liegt die Nenndicke hier bei bis zu 115 Millimetern. Jeder zusätzliche Zentimeter bedeutet mehr Material, mehr Gewicht auf der Rohdecke und eine längere Trocknungszeit. Wer das im Terminplan nicht abbildet, steht am Ende mit dem Belag vor einer Fläche, die noch nicht belegreif ist.
In den Bädern kam Zementestrich der Schwindklasse SW1 zum Einsatz. Estrich schwindet beim Trocknen; je geringer dieses Schwindmaß, desto weniger wölbt sich die Platte an den Rändern. Bei großformatigen Fliesen auf durchgehenden Flächen entscheidet genau das darüber, ob der Belag später hohl liegt oder nicht.
Projektdaten
- Ort
- Lünen, ehemalige Victoriabrache an der Lippe
- Nutzung
- Forensische Fachklinik mit 150 Behandlungsplätzen
- Bauherr
- Land Nordrhein-Westfalen, künftiger Träger LWL
- Besonderheit
- erhöhte statische Anforderungen, Feuerwehrüberfahrt
- Fertigstellung
- geplant bis Ende 2026
- Projektseite
- lwl-forensik-luenen.de
Ausgeführte Leistungen
| Leistung | Umfang |
|---|---|
| Estrich | 13.000 m² |
| Dämmung im gesamten Aufbau | 13.000 m² |
| Zementestrich Schwindklasse SW1 | Bäder |
| Estrichflächen als Feuerwehrüberfahrt | Teilflächen |
| Estrichnenndicke | bis 115 mm |
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